Sacromonte: das Viertel der Höhlen und des Flamenco in Granada | Stayforlong
Viertel von GranadaViertel-GuideLesezeit · 6 Min.

Sacromonte, das Höhlenviertel, in dem der Flamenco von Granada entsteht.

Weiße Häuser, direkt in den Hügel gegraben, Feigenkakteen an den Hängen und Zambras, jene Flamenco-Aufführungen, die jeden Abend in alten Höhlen stattfinden. Sacromonte versteht sich als Geburtsort des Flamenco von Granada.

Höhlenwohnungen von Sacromonte

Der Name „Sacromonte“ (heiliger Berg) kommt von der gleichnamigen Abtei, gegründet nach der Entdeckung von Reliquien und „Bleibüchern“ (Plomos del Sacromonte) im 16. Jahrhundert in den Höhlen von Valparaíso. Das Viertel bildete sich historisch rund um die Höhlenbebauung, in den Fels gegrabene Wohnungen, bewohnt vor allem von der Roma-Gemeinschaft Granadas.

Geschichte & Ursprünge

Das Viertel ist geprägt von seinen weißen Häusern und Höhlenwohnungen an Hängen, an denen Feigenkakteen wachsen, mit atemberaubenden Blicken auf die Alhambra. Die offizielle Quelle beschreibt es ausdrücklich als „Geburtsort des Flamenco“, mit einer Festtradition, die im Alltag gelebt wird.

Erbe & Architektur

Die Abtei von Sacromonte, eines der wichtigsten Denkmäler der Stadt, umfasst die Kapelle des Santo Sepulcro. Die Höhlenbebauung entwickelte sich am Hang entlang; manche Höhlen wurden in Aufführungsräume (Zambras) oder Museen umgewandelt. La Chumbera ist eine städtische Anlage mit Blick auf die Alhambra von den Höhen des Viertels.

Abtei von Sacromonte

Wichtiges Denkmal

Umfasst die Kapelle des Santo Sepulcro.

Cueva de María la Canastera

Ikonische Zambra

Eine der wichtigsten der Stadt.

Museum Cuevas del Sacromonte

Höhlenbebauung

Der Viertelkultur gewidmet.

Museum der Roma-Frau

Verein ROMI

Ethnologisches Projekt.

La Chumbera

Städtische Anlage

Blick auf die Alhambra.

Romería de San Cecilio

Erster Sonntag im Februar

Fest des Schutzpatrons von Granada, in den Höhlen gefeiert.

Kultur & lebendige Traditionen

Das Viertel bietet tägliche Zambras, jene Flamenco-Aufführungen in umgewandelten Höhlen, darunter die Cueva de María la Canastera. Jeden ersten Sonntag im Februar feiert die Romería de San Cecilio in den Höhlen den Schutzpatron von Granada. Die Roma-Kultur und -Traditionen werden in zwei Museen dokumentiert: dem Museum Cuevas del Sacromonte und dem Museum der Roma-Frau.

Empfohlene Route

Vormittag · 9–12 Uhr: Abtei und Museen

Abtei von Sacromonte und Kapelle des Santo Sepulcro, danach Museum Cuevas del Sacromonte.

Nachmittag · 12–17 Uhr: Roma-Kultur und Panorama

Museum der Roma-Frau, Aufstieg bis La Chumbera.

Abend · ab 17 Uhr: Zambra

Leichtes Abendessen, danach abends eine Zambra.

Vorgeschlagene Route, nicht vor Ort getestet.

Häufige Fragen

Warum heißt Sacromonte der Geburtsort des Flamenco von Granada?

Die offizielle Quelle stellt es ausdrücklich so dar, getragen von einer Tradition täglicher Zambras.

Woher kommt der Name „Sacromonte“?

Von der gleichnamigen Abtei, gegründet nach der Entdeckung von Reliquien und „Bleibüchern“ im 16. Jahrhundert in den Höhlen von Valparaíso.

Was ist eine Zambra?

Eine Flamenco-Aufführung in einer zum Aufführungsraum umgewandelten Höhle.

Kann man eine Höhlenwohnung besichtigen?

Ja, das Museum Cuevas del Sacromonte ist der Höhlenbebauung gewidmet.

Bietet Sacromonte einen Blick auf die Alhambra?

Ja, besonders von La Chumbera aus.

Dokumentiert das Viertel die Roma-Kultur?

Ja, im Museum der Roma-Frau und im Museum Cuevas del Sacromonte.