Das Viertel hat seinen Namen von der Jungfrau der Esperanza Macarena, deren Bildnis aus dem 17. Jahrhundert stammen soll. Das Herz des Viertels lag historisch in der Pfarrkirche San Gil, die von 1613 bis 1949 die Bruderschaft der Macarena beherbergte, bevor diese in die heutige Basilika umzog.
Geschichte & Ursprünge
Über seine religiöse Dimension hinaus wird das Viertel vom Fremdenverkehrsamt als „Brutstätte der Kreativität“ beschrieben, mit Künstlerateliers, Galerien und Kunsthandwerksläden sowie Street-Art-Wandbildern in der Calle San Blas.
Erbe & Architektur
Die 1949 eingeweihte Basilika de la Macarena beherbergt das Bildnis der Esperanza Macarena, geschmückt mit den „mariquillas“ (fünf smaragdgrünen Blumen, geschenkt vom Torero Joselito el Gallo), international verehrt, besonders in Mexiko, Kolumbien und auf den Philippinen. Über 100 Meter almohadische Mauern aus dem 12. Jahrhundert sind in der Nähe erhalten, mit der Puerta de la Macarena als altem Zugangstor: Neben dem Postigo del Aceite ist es eines der wenigen erhaltenen Tore der mittelalterlichen Stadtmauer von Sevilla. Das Hospital de las Cinco Llagas, bis 1750 in Betrieb, gilt als eines der besten Beispiele der Renaissance-Architektur in Andalusien; es beherbergt heute das Parlament von Andalusien.
Basilika de la Macarena
Eingeweiht 1949Bildnis der Esperanza Macarena (17. Jahrhundert), Prozessionsmuseum.
Puerta de la Macarena
Über 100 m Mauer · 12. JahrhundertNeben dem Postigo del Aceite eines der wenigen erhaltenen Tore der mittelalterlichen Stadtmauer.
Kirche San Gil
Mudéjar-barocker TurmEhemaliger Sitz der Bruderschaft der Macarena (1613–1949).
Hospital de las Cinco Llagas
Renaissance-ArchitekturHeute Parlament von Andalusien.
Kirche San Luis de los Franceses
BarockkircheVerzierte Decken, wuchtiger Altaraufsatz.
Kultur & lebendige Traditionen
Jeden Karfreitag veranstaltet die Bruderschaft der Esperanza Macarena die Prozession der Madrugá, die Tausende von Menschen anzieht, einer der intensivsten Momente der Sevillaner Karwoche. Künstlerateliers, Galerien und Kunsthandwerksläden beleben das Viertel außerhalb der religiösen Höhepunkte.
Empfohlene Route
Vormittag · 9–12 Uhr: Basilika und Mauern
Basilika de la Macarena und ihr Prozessionsmuseum, danach die almohadischen Mauern.
Nachmittag · 12–17 Uhr: San Gil und Street Art
Kirche San Gil, Mittagessen im Viertel, Bummel durch die Calle San Blas für Street Art.
Abend · ab 17 Uhr: Übergang
Außenseite des Parlaments von Andalusien, danach Richtung Alameda de Hércules für den Abend.
Vorgeschlagene Route, nicht vor Ort getestet.
Häufige Fragen
Warum wird die Jungfrau der Macarena so verehrt?
Ihr Bildnis aus dem 17. Jahrhundert gilt als Symbol der Sevillaner Frömmigkeit, verehrt bis nach Mexiko, Kolumbien und auf die Philippinen.
Was sind die „mariquillas“ der Jungfrau der Macarena?
Fünf smaragdgrüne Blumen, geschenkt vom Torero Joselito el Gallo.
Was ist von den almohadischen Mauern in Sevilla geblieben?
Über 100 Meter Mauer aus dem 12. Jahrhundert nahe der Basilika, mit der Puerta de la Macarena.
Was ist die Prozession der Madrugá?
Die Prozession der Bruderschaft der Esperanza Macarena, jeden Karfreitag, die Tausende von Menschen anzieht.
Ist La Macarena nur ein religiöses Viertel?
Nein, das Fremdenverkehrsamt stellt es auch als Brutstätte der Kreativität dar, mit Künstlerateliers und Street Art.
