Malasaña: das Hipster- und Vintage-Viertel von Madrid | Stayforlong
Viertel von MadridViertel-GuideLesezeit · 6 Min.

Malasaña, das Viertel, das seit den 80ern nie aufgehört hat zu feiern.

Wiege der Madrider Movida in den 1980er-Jahren, bleibt Malasaña das Hipster- und Vintage-Viertel schlechthin: Secondhandläden, hundertjährige Bars und Nächte, die nie richtig enden.

Plaza del Dos de Mayo, Herz von Malasaña

Das Viertel verdankt seinen Namen Manuela Malasaña, einer Heldin, die beim Aufstand Madrids gegen die napoleonischen Truppen am 2. Mai 1808 starb. Es hieß zuvor „Barrio de las Maravillas“, bevor es im 20. Jahrhundert seinen heutigen Namen annahm.

Geschichte & Ursprünge

Zu beachten

Malasaña existiert nicht als Verwaltungsgebiet der Stadt: Es gehört offiziell zum Distrikt Centro und zum Barrio Universidad, doch die Stadt Madrid führt es auf ihrer Karte der touristischen Zonen. Es wird im Süden von der Gran Vía begrenzt, im Osten von der Calle Fuencarral, im Norden von der Calle Carranza und im Westen von der Calle de San Bernardo.

Ein „bohèmehaftes und hippes“ Viertel laut Fremdenverkehrsamt, dargestellt als „das Mekka des Vintage-Looks und der Underground-Kultur in Madrid“.

Erbe & Architektur

Die Plaza del Dos de Mayo erinnert an den Aufstand von 1808, mit einem Denkmal für die Hauptmänner Luis Daoíz und Pedro Velarde, die Anführer des Widerstands, und einem erhaltenen Bogen der alten Militärkaserne. In den 1980er-Jahren entsteht in Malasaña die Madrider Movida, eine Underground-Bewegung, die Kunst, Kultur und die spanische Gesellschaft umwälzte; das Viertel hat ihre Seele bewahrt, „ein bisschen kitschig“.

Plaza del Dos de Mayo

Historischer Platz

Denkmal für Daoíz und Velarde, erhaltener Militärbogen.

Triball

Einkaufszone

Rund um die Calle de la Ballesta, Läden mit nachhaltigem Anspruch.

Bodega de la Ardosa

Historische Bar

In Betrieb seit ihrer Eröffnung 1892.

La Vía Láctea, Sala But

Nachtleben

Clubs, aktiv seit den wilden 80ern.

Kultur & lebendige Traditionen

Beim Vintage nennt das Fremdenverkehrsamt Kinda Kinks, Biba Vintage, Generación X und Templo de Susu unter den Secondhand-Adressen. Beim Nachtleben gelten Punta, La Vía Láctea, Club Malasaña und Sala But als aktiv seit den 80ern.

Empfohlene Route

Vormittag · 10–13 Uhr: Street Art und Läden

Bummel durch die Straßen des Viertels, Plaza del Dos de Mayo, Vintage-Läden zur Öffnung.

Nachmittag · 13–19 Uhr: Triball und Kaffeepause

Mittagessen in einem unabhängigen Café, Triball erkunden, Secondhandläden.

Abend · ab 19 Uhr: Nachtleben

Bodega de la Ardosa für einen Wermut, danach die historischen Clubs des Viertels.

Vorgeschlagene Route, nicht vor Ort getestet.

Häufige Fragen

Warum heißt Malasaña so?

Zu Ehren von Manuela Malasaña, einer Heldin des Aufstands vom 2. Mai 1808.

Was ist die Madrider Movida?

Eine Underground-Kulturbewegung, in den 1980er-Jahren in Malasaña entstanden, die Kunst und Gesellschaft in Spanien prägte.

Ist Malasaña ein offizielles Viertel von Madrid?

Nein, verwaltungstechnisch gehört es zum Distrikt Centro und zum Barrio Universidad, ist aber auf der touristischen Karte der Stadt verzeichnet.

Gibt es in Malasaña echte hundertjährige Bars?

Ja, die Bodega de la Ardosa gilt als seit 1892 geöffnet.

Ist Malasaña ein ruhiges Viertel zum Übernachten?

Nein, es ist das lebhafteste in diesem Guide, mit einem Median-Preis von 220 €/Nacht trotz (oder gerade wegen) dieses feierfreudigen Rufs.