Milla de Oro, Marbella: mit dem Marbella Club entstanden | Stayforlong
Viertel von MarbellaViertel-GuideLesezeit · 5 Min.

Die Milla de Oro, das Viertel, das ein österreichisch-spanischer Prinz 1954 erfand.

Der gehobene Tourismus beginnt in Marbella 1954, als Prinz Alfonso von Hohenlohe das Marbella Club Hotel an einer Küstenstraße eröffnet, die damals noch von Orangenhainen und Pinien gesäumt war.

Uferfront der Milla de Oro, Marbella

Ein Kreis aus europäischem Adel und Prominenz lässt sich rund um das Marbella Club Hotel nieder und gibt der Zone ihren Namen: die „Golden Mile“. Dieser Name wird von der offiziellen Quelle des Fremdenverkehrsamts nicht bestätigt, bleibt aber eine informelle Bezeichnung, die von der Immobilienbranche breit übernommen wird.

Geschichte & Ursprünge

Zu beachten

„Milla de Oro“ bleibt eine inoffizielle Bezeichnung: Die Immobilienbranche und die breite Öffentlichkeit verwenden sie gängig, ohne dass sie auf der offiziellen Website des Fremdenverkehrsamts von Marbella auftaucht.

Der Name bezeichnete ursprünglich die Distanz von etwa einer Meile zwischen dem Marbella Club Hotel (1954) und dem Puente Romano Beach Resort (1979). Der Ausdruck soll Anfang der 1980er-Jahre von Roy Boston geprägt worden sein, einem deutschen Sänger, der zum Immobilienentwickler wurde.

Erbe & Architektur

Anders als das benachbarte Casco Antiguo hat die Milla de Oro keine dokumentierte Geschichte vor den 1950er-Jahren, ihre Identität ist ganz an die luxuriöse Tourismusentwicklung gebunden. Die Zone erstreckt sich heute über rund 5 km, weit über die ursprüngliche Meile hinaus. Zwei visuelle Wahrzeichen prägen heute das Bild der Milla de Oro: die Moschee König Abdelaziz (Mezquita del Rey Abdul Aziz), 1981 eingeweiht und die erste in Spanien seit der Reconquista gebaute Moschee, sowie der Mar-Mar-Palast, Residenz des saudischen Königs Fahd, als Nachbildung des Weißen Hauses entworfen.

Marbella Club Hotel

Eröffnet 1954

Prinz Alfonso von Hohenlohe, Ausgangspunkt der Zone.

Puente Romano Beach Resort

Eröffnet 1979

Zweites historisches Wahrzeichen der Zone.

Moschee König Abdelaziz

Eingeweiht 1981

Erste in Spanien seit der Reconquista gebaute Moschee.

Mar-Mar-Palast

Saudische Königsresidenz

Nachbildung des Weißen Hauses.

Kultur & lebendige Traditionen

Anders als das Casco Antiguo hat die Milla de Oro keine eigene Fest- oder religiöse Tradition, ihre kulturelle Identität ist die des internationalen Jetsets seit den 1950er-Jahren. Die Bekanntheit des Namens übersteigt seine offizielle Anerkennung bei Weitem.

Empfohlene Route

Vormittag · 9–12 Uhr: Auf den Spuren des Gründer-Jetsets

Marbella Club Hotel und seine Gärten, Spaziergang entlang der historischen Küstenstraße.

Nachmittag · 12–17 Uhr: Strand und Luxus

Puente Romano Beach Resort, Privatstrand, gehobenes Mittagessen.

Abend · ab 17 Uhr: Zwischen Centro und Puerto Banús

Abendessen in einem Restaurant der Milla de Oro, bevor es weiter nach Puerto Banús geht.

Vorgeschlagene Route, nicht vor Ort getestet.

Häufige Fragen

Ist „Milla de Oro“ eine offizielle Bezeichnung?

Nein, dieser Name taucht nicht auf der offiziellen Website des Fremdenverkehrsamts auf, obwohl er weit verbreitet ist.

Woher kommt der Name „Golden Mile“?

Von der Distanz von etwa einer Meile zwischen dem Marbella Club Hotel (1954) und dem Puente Romano Beach Resort (1979).

Wer hat das Marbella Club Hotel gegründet?

Prinz Alfonso von Hohenlohe, österreichisch-spanischer Adliger, im Jahr 1954.

Umfasst die Milla de Oro noch immer etwa eine Meile?

Nein, die Zone hat sich im Lauf der Jahrzehnte auf rund 5 km ausgedehnt.

Wer hat den Ausdruck „Golden Mile“ geprägt?

Roy Boston, ein deutscher Sänger, der zum Immobilienentwickler wurde, Anfang der 1980er-Jahre.