Während der industriellen Revolution wird Poblenou das Zentrum der Textil- und Metallindustrie Barcelonas, begünstigt durch die Nähe zum Hafen und die Bahninfrastruktur. Vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1970er-Jahre bleibt das Viertel der industrielle Motor der Stadt.
Geschichte & Ursprünge
Die Rambla del Poblenou, mit der Fußgängerstraße Marià Aguiló, ist das eigentliche kommerzielle Herz des Viertels, der Boulevard der Arbeiter, früher von Cafés und Läden gesäumt.
Erbe & Architektur
Der Distrikt 22@ ist eine Initiative der Stadt Barcelona, 2000 gestartet, um 200 Hektar Industrieboden in Poblenou in einen innovativen Produktionsdistrikt zu verwandeln. Der Name „22@“ kommt von der alten städtebaulichen Einstufung „22a“, mit der Flächen für industrielle Nutzung gekennzeichnet wurden; bei der Neudefinition der Zone als Innovationsdistrikt wurde das „a“ durch das Zeichen „@“ ersetzt. Alte Textil- und Metallfabriken sind erhalten, oft umgenutzt statt abgerissen, wie das Museum Can Framis (Stiftung Vila Casas), eine ehemalige Textilfabrik des 19. Jahrhunderts, die zum Museum für zeitgenössische Malerei wurde. Als erster moderner Friedhof Barcelonas, zwischen 1775 und 1819 eröffnet, ist der Friedhof von Poblenou berühmt für seine Skulptur „El petó de la mort“ (der Kuss des Todes). Das Viertel grenzt auch an die Strände Bogatell und Mar Bella.
Rambla del Poblenou
Historisches kommerzielles HerzFrüherer „Boulevard der Arbeiter“.
Distrikt 22@
Innovationszone seit 2000200 umgenutzte Hektar.
Friedhof von Poblenou
1775–1819Erster moderner Friedhof Barcelonas, Skulptur „El petó de la mort“.
Can Framis
Museum für zeitgenössische KunstEhemalige Textilfabrik des 19. Jahrhunderts, Stiftung Vila Casas.
Platja del Bogatell / Mar Bella
Strände des ViertelsUferfront von Poblenou.
Umgenutzte Industriebrachen
Alte Textil- und MetallfabrikenAus dem „katalanischen Manchester“.
Kultur & lebendige Traditionen
Anders als eine Umnutzung, die alles abgerissen hätte, stützt sich das Projekt 22@ ausdrücklich auf das alte Industriegefüge des Viertels, bis in seinen Namen hinein. Poblenou trägt heute das Gedächtnis zweier aufeinanderfolgender Identitäten: das „katalanische Manchester“ der Arbeiter des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, dann der ab 2000 angestoßene Technologie- und Innovationspol.
Empfohlene Route
Vormittag · 9–12 Uhr: Industrieerbe
Umgenutzte alte Textilfabriken, Bummel durch den Distrikt 22@.
Nachmittag · 12–17 Uhr: Kommerzielles Herz
Rambla del Poblenou und Carrer Marià Aguiló, Mittagessen im Viertel.
Abend · ab 17 Uhr: Uferfront
Richtung Küste nach Barceloneta, um den Abend zu verlängern.
Vorgeschlagene Route, nicht vor Ort getestet.
Häufige Fragen
Warum wurde Poblenou das „katalanische Manchester“ genannt?
Wegen seiner Konzentration von Textil- und Metallfabriken im 19. Jahrhundert, vergleichbar mit dem britischen Industrieherz Manchester.
Was ist der 22@?
Ein Innovationsdistrikt, 2000 von der Stadt Barcelona gestartet, um 200 Hektar Industrieboden in Poblenou zu verwandeln.
Woher kommt der Name „22@“?
Von der alten städtebaulichen Einstufung „22a“ des Metropolitan-Gesamtplans für Industrieflächen; das „a“ wurde durch „@“ ersetzt.
Was ist die Rambla del Poblenou?
Das historische kommerzielle Herz des Viertels, früher „der Boulevard der Arbeiter“ genannt.
Gibt es noch Spuren der industriellen Vergangenheit von Poblenou?
Ja, alte Textil- und Metallfabriken sind erhalten, im Rahmen des Projekts 22@ oft umgenutzt statt abgerissen, wie das Museum Can Framis.
Was ist der Friedhof von Poblenou?
Der erste moderne Friedhof Barcelonas, zwischen 1775 und 1819 eröffnet, berühmt für seine Skulptur „El petó de la mort“ (der Kuss des Todes).
Hat Poblenou Strände?
Ja, die Strände Bogatell und Mar Bella grenzen an das Viertel.
