Die Alameda de Hércules wurde 1574 unter dem Grafen von Barajas eröffnet, auf einem zuvor sumpfigen Gelände namens „Laguna de la Feria“. Der Graf ließ die Fläche trockenlegen, pflanzte Baumreihen und schmückte sie mit Statuen und Brunnen.
Geschichte & Ursprünge
Die offizielle Quelle vergleicht das Viertel heute mit dem Londoner Soho oder dem Raval in Barcelona: eine weite Fußgängerzone mit vielen Gesichtern, zwischen Bars, Restaurants und einem Kulturangebot vom Jazz bis zur elektronischen Szene. Das Viertel gilt als „365 Tage im Jahr“ aktiv und zieht Touristen wie internationale Studierende an.
Erbe & Architektur
Zwei römische Säulen aus einem alten Tempel in der Calle Mármoles wurden im 16. Jahrhundert an das Südende der Alameda versetzt und mit Statuen von Herkules und Julius Cäsar bekrönt, die die Überlieferung als mythische Gründer Sevillas ansieht; diese Säulen geben dem Viertel seinen Namen. Zwei Jahrhunderte später, 1764, kamen am Nordende der Promenade zwei weitere Säulen hinzu, diesmal mit Löwen, die Wappen von Spanien und Sevilla halten. Im 19. und 20. Jahrhundert wird die Alameda zum Treffpunkt von Toreros, Dichtern und Bohème; eine Renovierung 2008 macht sie zu einem der lebendigsten Orte der Stadt.
Die zwei römischen Säulen
Statuen von Herkules und Julius CäsarSüdende der Alameda.
Die Löwensäulen
Wappen von Spanien und Sevilla, 1764 ergänztNordende der Alameda.
Vierhundert Jahre alte Promenade
Platanen, Brunnen, SkulpturenHerzstück der Alameda.
Konzertsäle und Jazzbars
Vielfältige MusikszeneJazz, Alternative-Pop-Rock, elektronische Musik.
Freies Theater und Buchhandlungen
KulturangebotÜber das Nachtleben hinaus.
Kultur & lebendige Traditionen
Das Viertel ist mit wichtigen Musikern verbunden, darunter Jesús de la Rosa, Sänger der legendären Andalusien-Rock-Band Triana. Der Bandname ist kein Zufall: Er ist eine direkte Hommage an das Nachbarviertel Triana, auch wenn Jesús de la Rosa selbst im Viertel der Alameda geboren wurde, in der Calle Calatrava. Das Fremdenverkehrsamt beschreibt das ganze Jahr über eine durchgehende künstlerische Aktivität: Straßenperformances, Musikfestivals, Kulturveranstaltungen.
Empfohlene Route
Vormittag · 10–13 Uhr: Promenade und Säulen
Römische Säulen, Spaziergang unter den Platanen und Zürgelbäumen, die die Promenade heute säumen; der Name „Alameda“ stammt von den Pappeln (álamos), die 1574 ursprünglich gepflanzt wurden.
Nachmittag · 13–19 Uhr: Kultur und Pause
Mittagessen in einer Bar mit Restaurant in der Fußgängerzone, dazu eine unabhängige Buchhandlung oder Galerie.
Abend · ab 19 Uhr: Nachtleben
Jazzbar oder Konzertsaal je nach Programm, danach die Terrassen der Alameda.
Vorgeschlagene Route, nicht vor Ort getestet.
Häufige Fragen
Seit wann gibt es die Alameda de Hércules?
Seit 1574, unter dem Grafen von Barajas, auf einem zuvor sumpfigen Gelände.
Woher kommt der Name „Alameda de Hércules“?
Von den zwei römischen Säulen am Südende, bekrönt mit Statuen von Herkules und Julius Cäsar.
Ist die Alameda de Hércules wirklich die älteste Promenade Europas?
Das behauptet das offizielle Fremdenverkehrsamt; am besten mit einer unabhängigen denkmalkundlichen Quelle abgleichen.
Was macht man heute an der Alameda de Hércules?
Im Viertel sammeln sich Bars, Konzertsäle, freies Theater, Buchhandlungen und Street Art.
Eignet sich die Alameda für einen Familienaufenthalt?
Dazu wurde nichts gefunden; dokumentiert ist eher der nächtliche, feierfreudige Charakter.
