Das Viertel zwischen den Avenidas Pérez Galdós und Fernando el Católico entstand aus der Stadterweiterung („ensanche“) Valencias nach dem Abriss der mittelalterlichen Stadtmauern 1865. Das Leben im Viertel ordnet sich um zwei Achsen: den Mercado de Abastos und die Plaza Pintor Segrelles.
Geschichte & Ursprünge
Es liegt dort, wo früher das Viertel San Vicente war, benannt nach dem Baudenkmal und der Kirche San Vicente de la Roqueta an der heutigen Calle San Vicente Mártir, dem Ursprungsort der Verehrung des Stadtpatrons, des heiligen Vinzenz Martyrer, der dort begraben sein soll. Das Viertel liegt nah an allen zentralen Zonen Valencias (Ruzafa, Ciutat Vella, der Eixample und das alte Turia-Bett), bleibt aber wohngeprägt und einfach, abseits der großen Touristenachsen.
Erbe & Architektur
Die Finca Roja, eine Wohnanlage, die zwischen 1929 und 1933 vom Architekten Enrique Viedma gebaut wurde, war ursprünglich als Arbeiterwohnraum gegen die Wohnungsnot Ende der 1920er-Jahre gedacht. Auf rund 15.000 m² und für 378 Wohnungen geplant, mischt sie niederländischen Expressionismus, Art déco und valencianischen Stil und ist heute ein Wahrzeichen der Stadt.
Der Botanische Garten der Universität Valencia geht mit seinem Lehrstuhl für Botanik und seinem ersten Heilkräutergarten auf 1567 zurück; an seinen heutigen Standort im Nachbarviertel Botànic kam er allerdings erst 1802. Er grenzt an Arrancapins, gehört aber laut den herangezogenen Quellen nicht strikt dazu.
Die Finca Roja
Arbeiterwohnraum · 1929–1933Architekt Enrique Viedma, rund 15.000 m², 378 Wohnungen.
Mercado de Abastos
Ehemaliger Großmarkt · 1948Heute Sportzentrum und Ämter der Stadtverwaltung.
Plaza Pintor Segrelles
Zweite zentrale AchseMit dem Markt das Herz des Viertellebens.
Botanischer Garten (Nachbarschaft)
Gegründet 1567 · verlegt 1802 · 4,5 haÜber 4.500 Arten, grenzt an das Viertel, gehört aber nicht dazu.
Kultur & lebendige Traditionen
Arrancapins ist weiterhin von seiner Geschichte als Arbeiterwohnviertel und Großmarkt geprägt, ein anderes Profil als die Touristenviertel der Altstadt oder der Ciudad de las Artes y las Ciencias.
Empfohlene Route
Vormittag · 9–12 Uhr: Finca Roja und Markt
Die Finca Roja in der Calle Jesús, danach der alte Mercado de Abastos und die Plaza Pintor Segrelles.
Nachmittag · 12–17 Uhr: Botanischer Garten
Mittagessen im Viertel, dann der benachbarte Botanische Garten für eine grüne Pause.
Abend · ab 17 Uhr: Übergang
Weiter nach Ruzafa gleich nebenan, für den Abend.
Vorgeschlagene Route, nicht vor Ort getestet.
Häufige Fragen
Warum entstand Arrancapins 1865?
Das ist das Jahr des Abrisses der mittelalterlichen Stadtmauern Valencias, der die Stadterweiterung ermöglichte, zu der Arrancapins gehört.
Was ist die Finca Roja?
Eine Arbeitersiedlung, die zwischen 1929 und 1933 vom Architekten Enrique Viedma gebaut wurde, heute ein Wahrzeichen der Stadt.
Gehört der Botanische Garten zu Arrancapins?
Er grenzt an das Viertel, gehört aber laut den herangezogenen Quellen nicht strikt dazu.
Was ist vom alten Großmarkt Valencias geblieben?
Das Gebäude des Mercado de Abastos (1948) steht noch, umgebaut zu Sportzentrum, öffentlichem Institut und Ämtern der Stadtverwaltung.
Ist Arrancapins ein Touristenviertel?
Nein, es bleibt wohngeprägt und einfach, nah an zentraleren Zonen, ohne selbst ein touristischer Anziehungspunkt zu sein.
